böhmisch-pfälzische Zwetschgenknödel <3

Gestern waren wir in der schönen Pfalz auf einem noch schöneren Weinfest.
Auf dem Nachhauseweg haben wir dann noch frische, pfälzer Zwetschgen gekauft.
Und da mein Papa sich schon soooo lange mal wieder Zwetschgenknödel gewünscht hat, habe ich gleich heute mittag welche für ihn (und uns:)) gekocht.
Für mich ist das eine Premiere, denn eigentlich ist meine Mama die Zwetschgenknödelkönigin –
und sie hat es von meiner Oma.
Also nun heißt es für mich ran an die Knödel.
Und hier kommen sie…,
die echten böhmischen Zwetschgenknödel alla Schönwald-Oma (frei von mir interpretiert versteht sich):
Für 20 Zwetschgenknödel braucht ihr:
…aus dem Obstregal:
20 schöne, saftige Zwetschgen
…aus dem Kühlschrank:
17g frische Hefe
200 ml Milch
1 Ei
50g Quark
40 g weiche Butter
… außerdem:
400g Mehl
50g Zucker
etwas Salz
Semmelbrösel und Butter extra
Zimt und Zucker
Wir beginnen mit dem Hefeteig.
Hierfür wird die Hefe in eine Schüssel gebröselt und dann mit der warm gemachten Milch übergossen.
Diese Mischung dann mit einem Schneebesen so lange verrühren, bis die Hefe zu schäumen beginnt.
Alles andere darf nun die Küchenmaschine übernehmen:
Ihre erste Aufgabe ist, den Zucker und die „Hefemilch“ mit dem Knethaken zu verrühren.
Wenn alles glatt gerührt ist, kuscheln sich das glückliche Bio-Ei, eine Prise Salz und das Mehl dazu.
Dies alles lassen wir dann bei niedriger Geschwindigkeit drei Minuten kneten.
Dann wird die Fahrt auch schon etwas schneller.
Und jetzt dürfen auch der Quark und die zerstückelte Butter ins Karussell einsteigen und sich für weitere 5 Minuten mitdrehen.
Zum Schluss wird der Teig noch einmal fünf Minuten bei noch höherer Geschwindigkeit durchgewirbelt.
Den fertigen Teig decken wir nun mit einem feuchten Küchentuch ab und lassen ihn an einem kuschlig-warmen Ort ca. eine Stunde gehen (er muss sich schließlich von er wilden Fahrt erholen).
Nach einer Stunde geht es dann weiter im „Teigbespaßungsprogramm“:
Wir nehmen den Teig aus der Schüssel und kneten ihn auf einer bemehlten Arbeitsfläche kurz und vorsichtig zu einer Kugel.
Diese lassen wir dann weitere 10 Minuten unter dem Küchentuch ruhen.
Meine Teigkugel wog 800g und deshalb habe ich dann 20 x 40g schwere Kügelchen aus dem Teig geformt.
by Julia
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Die geputzten und entkernten Zwetschgen werden nun in jeweils eine Teigkugel eingewickelt (nichts darf mehr rausschauen!!) und wieder zu einem hühnereigroßen Knödel geformt.
by Julia
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Auch die Knödel lassen wir wieder für 15 Minuten unter dem Tuch gehen.
Solange können wir schon mal einen großen Topf Wasser erwärmen.
In das warme (sehr leicht gesalzene) Wasser, welches unter keinen Umständen kochen darf, geben wir nun die Zwetschgenknödel und lassen diese für 10-15 Minuten ziehen.
Zwischendurch immer mal wieder mit dem Stiel eines Kochlöffels die Knödel umrühren, damit diese nicht am Boden festkleben.
Kurz bevor die Knödeluhr pfeift lassen wir 50g Butter in einer großen Pfanne schmelzen und geben Semmelbrösel und Zimt und Zucker dazu.
Die fertig gekochten Knödel kommen nun direkt aus dem Wasser in die Pfanne und werden in den Bröseln kurz gewälzt.
Wenn alle Knödel sich einmal rundherum im Bröselland gesuhlt haben kommen sie in eine Schüssel und für ca. 2-3 Minuten in den 100° vorgeheizten Ofen.
by Julia
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So jetzt ist es aber so weit.
Die Mühe hat sich gelohnt.
by Julia
by Julia
by Julia
by Julia
Die Knödel schmecken himmlisch.
Auch meine Eltern waren begeistert und überzeugt (auch wenn ca 1kg weniger Butter an den Knödeln war, wie bei meiner Oma:)).
Am Ende waren dann von den 20 Zwetschgenknödeln bei drei zwetschgenknödelhungrigen Essern, nur noch ….
0 Knödel übrig…;)
by Julia
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Ich wünsche euch ein wunderschönes BACK-, KOCH- und ESS-ERLEBNIS
und noch einen sturmfreien, herrlichen Tag.
Bis bald,
Eure Julia.
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